FÜR EIN FAIRES MITEINANDER IN UNSERER GESELLSCHAFT - Tätigkeitsbericht 2018
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FÜR EIN FAIRES MITEINANDER IN UNSERER GESELLSCHAFT

Mit ihrer Initiative „Strich durch Vorurteile“ setzte sich die DFL Stiftung gemeinsam mit den 36 Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga gegen Diskriminierung jeder Art ein.

Aktionsspieltag, Kampagne, Projektförderung: Mit diesem Dreiklang stärkt die DFL Stiftung den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Verbunden ist er mit der eindeutigen Botschaft „Strich durch Vorurteile“. Sie richtet sich insbesondere an Demagogen und Hetzer, aber auch an den Rest der deutschen Bevölkerung. Vom 16. bis 19. März verliehen alle Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga diesem Appell große Wucht. Auf Initiative der DFL Stiftung stand der 27. Spieltag 2017/18 ganz im Zeichen von Toleranz und Miteinander – auch dank einer flankierenden und umfangreichen Kampagne über alle Mediengattungen hinweg.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert, Stefan Kiefer, Vorstandsvorsitzendernder DFL Stiftung, Axel Hellmann, Vorstand bei der Eintracht Frankfurt Fußball AG, und Kevin-Prince Boateng stellten die Initiative mit einer Pressekonferenz am 8. März in Frankfurt vor. „Mit der Botschaft ,Strich durch Vorurteile‘ tritt der Profifußball den Spaltkräften in unserer Gesellschaft mit einer klaren Haltung entgegen“, sagte Christian Seifert, der auch stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der DFL Stiftung ist. „Die Bundesliga ist dazu prädestiniert, weil sie nach 55 Jahren für mehr Menschen denn je einen gemeinsamen Bezugspunkt bildet – unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen, Hautfarbe oder Religion.“

Es darf einfach nicht sein, dass jemand wegen seiner Hautfarbe, seiner Religion oder seiner Sexualität ausgegrenzt und beleidigt wird.

Kevin-Prince Boateng

Ein wichtiger Baustein der Initiative ist die Förderung von Projekten aus dem Umfeld der 36 Proficlubs, die sich für ein faires gesellschaftliches Miteinander einsetzen. In der Gesamtbetrachtung ein Engagement, an dem sich „andere Ligen ein Beispiel nehmen sollten“, findet Kevin-Prince Boateng, der im März 2018 zum Auftakt von „Strich durch Vorurteile“ noch Spieler von Eintracht Frankfurt war. 2013 wurde er als Spieler des italienischen Clubs AC Mailand Opfer rassistischer Anfeindungen der Zuschauer und verließ den Platz. Seine Mannschaftskollegen taten es ihm gleich. Das Spiel wurde abgebrochen. Die Aktion sorgte für Aufsehen und lenkte den Fokus auf das Thema Diskriminierung und Rassismus – im Fußball, aber auch weit darüber hinaus. Seither setzt sich Boateng für mehr Toleranz ein. „Wer mich kennt, weiß, wie ich zum Thema Diskriminierung stehe und wie ernst es mir damit ist. Es darf einfach nicht sein, dass jemand wegen seiner Hautfarbe, seiner Religion oder seiner Sexualität ausgegrenzt und beleidigt wird.“

Der Profifußball ist schon lange in diesem Bereich aktiv. Seit vielen Jahren setzt sich die DFL Stiftung mit langfristig und bundesweit angelegten Leuchtturmprojekten wie „Willkommen im Fußball“, „Lernort Stadion“ oder „Fußball trifft Kultur“ für ein gutes gesellschaftliches Miteinander ein. Bereits 2012 und 2015 trat der Profifußball geschlossen mit Aktionsspieltagen gegen Rassismus und Diskriminierung ein und machte so deutlich, für welche Werte er steht. „Wenn Vorbilder wie unsere Kuratoren und Paten Werte wie Toleranz, Respekt und Mitmenschlichkeit vorleben, dann wird das wahrgenommen und bewegt etwas in den Köpfen der Menschen“, sagt Stefan Kiefer. „Das war und bleibt das Ziel unserer Initiative.“

„Strich durch Vorurteile“ entfaltet eine große Wirkung, die jene der Integrationsinitiative 2015 bereits um mehr als das 21-fache übertrifft. Wesentlicher Erfolgsfaktor ist die intensive Zusammenarbeit von DFL Stiftung und DFL-Medienpartnern. Der Kooperation für die gute Sache schlossen sich Sky, die ARD, das ZDF, Eurosport, Sport1, NITRO und DAZN an. Neben der Schaltung von TV-Spots entstanden zahlreiche TV- und Online-Beiträge. Diese wurden in reichweitenstarken Formaten ausgestrahlt – darunter die Sportschau, das aktuelle Sportstudio, der Doppelpass, die Bundesliga bei Eurosport oder die Sky Bundesliga-Konferenz.

Fredi Bobic (links) und Kathrin Müller-Hohenstein (rechts) sprechen im aktuellen Sportstudio über "Strich durch Vorurteile"
Auch die ARD macht in ihrer Sportschau einen Strich durch Vorurteile.
Eurosport integriert "Strich durch Vorurteile" in seiner Vorberichterstattung.
Jérôme Boateng (links) und Karl-Heinz Rummenigge (rechts) präsentieren die Kampagnenshirts.

Zur Popularität von „Strich durch Vorurteile“ trugen die Kuratoren und Paten der DFL Stiftung wesentlich bei. Sowohl Marcel Reif als auch Wolfgang Niedecken waren in den Social-Spots und diversen TV-Formaten zu sehen. Auch Kevin-Prince Boateng und die DFL Stiftungspaten Manuel Neuer und Naldo brachten sich als Protagonisten der Kampagne der DFL Stiftung ein.

WIRKUNG: Durch den Einsatz von Manuel Neuer, Naldo, Kevin-Prince Boateng, Marcel Reif und Wolfgang Niedecken sowie durch TV-Spots und mediale Aktionen konnte ein Millionenpublikum erreicht werden.

Ergänzt wird dieses Engagement von konkreter Projektförderung. 36 Programme aus dem Umfeld der Proficlubs unterstützt die DFL Stiftung – finanziell, kommunikativ und inhaltlich. Alle Projekte eint ein gemeinsames Ziel: die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Mitarbeitenden der Projektträger erhalten Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote und erfahren einen Austausch, von dem sie wechselseitig profitieren.

Dazu trägt die Netzwerkplattform „clubheim.dfl-stiftung.de“ bei. Dort kommen soziale Akteure aus dem Sportbereich, Partner der DFL Stiftung, Proficlubs und Vereine zusammen. Das Angebot reicht von Hilfestellungen für die gemeinnützige Tätigkeit über Netzwerkveranstaltungen bis hin zu Weiterbildungen. Darüber hinaus erfahren die 36 Projekte Unterstützung bei der Kommunikation ihres Engagements, damit dieses auch öffentlich noch sichtbarer wird sowie Nachahmer und Unterstützer findet.

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